Über Steinbildhauen und Dolce Vita in Umbrien mit Wolfgang Sandt

Ich bin sehr froh, dass ich La Rogaia für meinen Bildhauerkurs ausgesucht habe

Mit fast 74 Jahren war ich mir anfangs nicht sicher, ob es mir noch gelingen würde, aus einem Stück Marmor eine Skulptur zu hauen. Aber es war ein lang gehegter Wunsch und so habe ich es gewagt!

Ich bin sehr froh, dass ich La Rogaia für meinen ersten Steinbildhauerkurs ausgewählt habe.
Die Unterkünfte waren sehr komfortabel und ruhig, ich konnte mich ganz auf das Bildhauen konzentrieren.  

Wolfgangs Art zu unterrichten ist wirklich zu empfehlen, auch für Anfänger, da er viel Geduld hat. In der Kürze einer Woche vermochte er es, uns die Grundlagen der Steinbildhauerei und mehr zu vermitteln. Andernorts braucht man dafür mindestens zwei Wochen.
Das bedeutete aber auch sechs volle Arbeitstage, um unsere Projekte abzuschließen.

Alles, was wir brauchten, war auf diesem schönen Anwesen in Umbrien verfügbar. Ich habe mein Ziel erreicht und gelernt, die Werkzeuge richtig zu benutzen und die Bildhau-Techniken zu lernen. Danke Wolfgang!

Sollte ich nochmal nach La Rogaia zurückkehren, werde ich auf jeden Fall bei einem Kochkurs mitmachen oder einfach nur in einer der Ferienwohnungen lesen und entspannen.

Savan Wilson, Fairhope, USA, über "Steinbildhauen und Dolce Vita" mit Wolfgang Sandt, 2018

Vor einigen Wochen habe ich einen Bildhauerkurs bei Wolfgang Sandt für Juli auf La Rogaia gebucht...

Pling! Maileingang: "Haben Sie bereits eine Idee, ein Projekt, welches Sie gerne machen würden, oder sollen wir dies zusammen erarbeiten?   In was für einem Stein wollen Sie arbeiten?"

Es ist November, total ungemütlich draußen und der Sinn steht nach anderem, als nach italienischer Sommersonne...

Vor einigen Wochen habe ich einen Bildhauerkurs bei Wolfgang Sandt für Juli auf La Rogaia gebucht. Noch unendlich lange hin.

 

Doch da stand auch etwas von ausführlichen Vorgesprächen und Beratung. Der Mann hält sein Wort!

So antworte ich, - noch unmotiviert, dass ich schon etwas Erfahrung habe, am liebsten im Ungegenständlichen arbeite - sehen und machen möchte, was der Stein hergibt, was in ihm steckt....; ...und natürlich soll es weißer Marmor sein. Wenn schon Italien....

Es erwächst eine lebendige Korrespondenz daraus: Wolfgang gibt sich richtig Mühe, macht sich Gedanken.

...und irgendwann kommt für mich der Punkt, wo ich mir sage: Wenn ich schon so einen engagierten "Meister" habe, warum sich dann nicht an etwas Gegenständliches wagen?

Ein Frauenkopf soll es sein, lang ausfliegende Haare, realistisch, doch auch etwas mystisch...
...eine "Windsbraut"!


Wolfgang bittet um Skizzen. Rät dazu, vielleicht doch einen anderen Marmor zu nehmen: Calacatta, etwas lebendiger, leicht grau gebändert, schickt Fotos. Toll!

Er ist inzwischen auf Steinsuche und kommt irgendwann - inzwischen ist es Frühjahr und die Vorfreude ist ganz erheblich angestiegen - mit der Nachricht und einem Foto, dass er einen interessanten Stein gefunden hätte. Einen, der meine beiden Gestaltungsansätze möglich macht: Den ursprünglichen Charakter des Steins einzubeziehen und "meine" Skulptur hineinzuarbeiten...

Ich bin sehr angetan - kann es kaum noch erwarten.

Ankunft La Rogaia. Nach atemberaubenden Blicken über den See und die umliegende Hügel bei der Anfahrt. Ein wirklich schöner Platz.

Man erkennt sofort: Hier leben kunstsinnige Menschen. Skulpturen auf dem ganzen Gelände, liebevoll angelegte Pflanzungen, ästhetische Inneneinrichtung...(dass auch das leibliche Wohl während des gesamten Kurses alles andere, als zu kurz kommt, sei nur am Rande erwähnt).

Am nächsten Morgen treffen wir uns unter dem Sonnenschutz des Bildhauerplatzes. Der Blick in die Landschaft, die Umgebung inspirieren. Wir sind nur eine kleine Gruppe - angenehm.

Wolfgang hat jeden Stein auf einen Bildhauerbock gesetzt (auch die Körpergröße hatte er wegen der richtigen Arbeitshöhe abgefragt), erzählt von seinem Werdegang als Bildhauer, über die Bildhauerei...

Dann geht es los! Nein, nicht mit dem Stein! Sondern mit dem Werkzeug!

Jeder hat sein eigenes Set in einer namentich gekennzeichneten Holzkassette bekommen und, obwohl nagelneu, sollen die Eisen geschärft werden.

Er macht's vor, wir machen's nach, unter seiner Anleitung...
Verbuche die ersten Lernerfolge, denn das hat mir meine frühere Lehrerin nicht beigebracht und es hilft mir in Zukunft.

Dann besprechen wir die einzelnen Projekte. ...als Gruppe. Gehen von Stein zu Stein...Lernen dabei.

Dann stehe ich vor meinem Block und es soll wirklich losgehen! Er sieht viel größer aus, als auf dem Bild!
Das soll ein Kopf werden? Ein Gesicht? Die wehende Haare kann ich mir am ehesten vorstellen.

Meine Skizze habe ich auf den Stein übertragen, Profil, en face...Wenn ich daran rumklopfe, ist doch die Vorzeichnung wieder weg...?!
"Das kannst Du mit Hilfslinien machen- lang ausziehen und immer wieder nachtragen..."
Wolfgang ist stets zur Stelle, erklärt, macht vor...und man spürt: Es macht ihm Spaß, zu vermitteln!

So ist er in all den Tage immer dabei... und an manchen Tagen, wenn wir morgens ankommen oder aus der Mittagspause zurückkehren, hat er schon eine ganze Zeit auf dem Platz verbracht, sich Gedanken zu den einzelnen Arbeiten gemacht und gibt seine Anregungen an uns weiter...

Ich staune, wie unter seiner Anleitung "meine" Windsbraut entsteht. Lerne über Proportionen des Gesichts (habe mir inzwischen den "Bammes", den Klassiker gekauft, weil ich es so interessant finde und sehe mir Gesichter inzwischen mit anderen Augen an), lerne die Handhabung des Werkzeugs..., er führt mich in die "feinen" Arbeitsgänge ein:
Augen und Mund... So entscheidend für den Gesichtsausdruck... und so schwer.

Ich staune, wie minimale Veränderungen den Gesichtsausdruck beeinflussen...

Irgendwann sagt Wolfgang: " Mein Ehrgeiz ist es, euch nicht nur das Bildhauern beizubringen, sondern das Hinschauen zu lehren"

Für mich das Entscheidende, was ich mitgenommen habe: Das Hinschauen... !

Meine Skulptur habe ich natürlich auch mitgenommen, in der Meinung, sie sei fertig...!

Doch beim weiteren Hinschauen ist mir immer noch ein Detail aufgefallen, was zu verbessern wäre...

Hinschauen!
Das war der wesentliche Anstoß, den Wolfgang mir gegeben hat.

Danke!

PS Meine Skulptur ist fertig
PPS Ich habe bereits Ideen für das nächste Projekt

 

Giorgio aus Kiel über "Steinbildhauen und Dolce Vita" mit Wolfgang Sandt, 2018

"Ich denke noch gerne an unsere Tage zurück, es war ein schönes Schaffen und hat mit Deiner guten und beharrlichen Anleitung nicht nur Spaß gemacht, sondern auch einiges geschult: das genaue Hinsehen, den langen Atem und das unermüdliche Wegnehmen, bis man zur eigentlichen Gestalt vordringt...."

Gabi Zapf, München, über "Steinbildhauen und Dolce Vita" mit Wolfgang Sandt, 2018

Die Tage bei Euch waren für uns schön und unbeschwert. Wir haben viele schöne Erinnerungen in unseren Alltag mitgenommen.
Gudrun und Dieter, Passau