Wo sich Fuchs und Katze Gute Nacht sagen

Füchse in La Rogaia

Im Mai war die Fuchsdame plötzlich wieder schlank, aber dafür umso hungriger. Unsere Köchin Ornella hatte sie natürlich sofort ins Herz geschlossen und sie auf den Namen "Nina" getauft. Natürlich zweigte sie die eine oder andere Leckerei aus der Küche für Nina ab.

Immer wieder beobachteten wir sie dabei, wie sie sich das Maul vollstopfte und wegrannte oder versuchte, den Fressnapf davon zu tragen, meist unter größeren Verlusten des Inhalts. Ornella ging also dazu über, Futter in Papiertütchen zu füllen. So musste Nina also nur noch vor der Küchentür vorstellig werden und bekam ihren "Tageseinkauf" fertig verpackt zum Abtransport gereicht.

Im Juni bekamen wir den Nachwuchs schließlich erstmals präsentiert. Fortan tollten die Drei im Garten herum und stellten allerhand Blödsinn an. Vor allem Schuhe waren beliebt, aber auch T-Shirts und Handtücher, die auf Gartenstühlen lagen. Auch Hundeleinen, Gürtel und sogar Stofftiere verschwanden im Handumdrehen. Fast alles fand sich Gott sei Dank meist unversehrt auf der Wiese unter dem Haus wieder.
Die frechen Tierchen wagten sich sogar ins Haus hinein und inspizierten Küchenschränke und Schuhregale nach Verwertbarem! Wir mussten also dazu übergehen, alle unsere Gäste vor den kleinen "Räubern" zu warnen.

Im Herbst suchten sich Mutter und Sohn wohl ein neues Revier, so dass jetzt nur noch die mittlerweile ausgewachsene Tochter ein- oder zweimal am Tag vorbeischaut. Aber bald ist ja Frühjahr, und da bleibt auch der Fuchs nicht gern alleine ...

Photos: Werner Duchene

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Kommentar von Eva |

Vielen Dank für diese nette Nachricht von Eurem 'Ende der Welt'.
Ich freu mich sehr auf dieses schöne Fleckchen Erde und auch darauf, Euren 'Zuwachs' bald kennen zu lernen.
Lieben Gruß
Eva

Kommentar von Ilona |

Liebe Annette Greifenhagen,
diesmal kann ich einfach nicht anders als spontan und direkt zu schreiben: Das Foto mit den Füchsen treibt mich direkt in mein Wohlfühlen des letzten Sommerurlaubs zurück – den ich bei Euch „nur“ tagsüber genießen konnte, da ich im Ort untergebracht war. Madame Fuchs hatte ich im Sommer gesehen und war ganz fasziniert von diesem Vertreter einer Art, die bei uns unsichtbar im Graben und munter in der Nacht durch die Gegend streift. Endlich einmal beobachten können – diese gemischte Anmutung von Katze und Hund; irgendwie ganz vertraut und dann in dieser Kombination doch auch fremd in den Bewegungen, dem Blick (wobei: Es schielen nicht alle Artgenossen;-), der Aufmerksamkeit.
Den Newsletter lese ich immer – und manchmal gelingt mir eine kurze Stippvisite in den Süden; jedenfalls in meiner Einbildung. Ich danke nochmal herzlich für die Gastfreundschaft, die Erfahrungen, die Schönheit des Anwesens, die verführenden Fotos im Newsletter.

Kommentar von Birgit un Wolfgang |

Ihr Lieben,
vielen Dank für die super Bilder!! Das beweist, dass Füchse eigentlich tagaktiv sind und sie nur durch die menschlichen Jäger dazu gezwungen wurden, nachtaktiv zu werden.
GLG aus dem bay. Oberland!
Birgit und Wolfgang